Vereinschronik

Bezirksfischereiverein
Passau und Umgebung e.V.

 

 

 

 

 

Einleitung 

   

Uralt sind Jagd und Fischerei, die dazu dienten, um mit einfachsten Mitteln und Geräten den Menschen der Urzeit Nahrung zu verschaffen.

Aus der Frühzeit des Mittelalters ist uns überliefert, daß die Berufsfischer sich in Zünfte und Innungen zusammenschlossen (aus dem Jahr 1558 stammt zum Beispiel die Pachturkunde der "Fischer und Bürger zu Anger" in Passau, auch "Heiliggeistfischer" oder "Stiftsfischer" genannt).

Mit der Gründung des "Fischer-Clubs" in München (dem heutigen Landesfischereiverband Bayern) am 16. November 1855 fasste auch in den Reihen der Sportangler der Organisationsgedanke festen Fuß und führte in ganz Bayern zu Gründungen von Sportfischer-Vereinigungen.

Auch in Passau wurde im Jahre 1859 von dem königlichen Forstmeister Landgraf ein Fischzuchtverein gegründet und parallel dazu eine Fischzuchtanstalt errichtet.

Die Besetzung der Teiche und Bäche mit Jungfischen war auch damals schon akut. Der Hege und Pflege der Gewässer wurde größte Sorgfalt gewidmet. Es fanden bereits Kurse statt zur Erkennung der Fische, ihrer Lebensgewohnheiten usw.

So ging die Entwicklung rasch vonstatten.

 

 

 

 

1859  

Gründung des Fischzuchtvereins Passau durch den königlichen Forstmeister Landgraf. Gleichzeitig Errichtung einer Fischzuchtanstalt.

 

 

17. März 1873 

Das Kgl. Staatsministerium des Inneren teilt der Regierung von Niederbayern mit, daß sich der 1855 in München gegründete "Fischer-Club" als "Bayer. Fischereiverein" konstituiert hat. Es regt für Bayern die Gründungen von Kreisfischerei-Vereinen an, die in den jeweiligen Kreisen, den heutigen Regierungsbezirken, wirken sollen.
Im gleichen Jahr Umbenennung des "Passauer Fischzuchtvereins" in "Fischereiverein Passau" durch Landgraf mit Anschluß an den Bayerischen Fischereiverein

 

 

12. März 1877 

Gründungsversammlung des Kreisfischerei-Vereins für Niederbayern (KFVN) in Landshut: Erster Kreisfischereiverein in Bayern; 1. Vorsitzender: Königlicher Regierungspräsident Felix Friedrich von Lipowsky.

 

 

1880 

1. Niederbayerische Kreisfischerei-Ausstellung in Passau.

 

 

4. Oktober 1884  

Erlaß der Bayer. Landesfischereiordnung, die am 1. Januar 1985 in Kraft getreten ist.

 

 

22. Dezember 1885  

Erlaß der Kreisfischereiordnung für Niederbayern; diese trat am 1. März 1886 in Kraft.

 

 

1900

Mit der Anlage des Winterhafens wird begonnen. Im Winter 1902/03 wird der Hafen in Dienst gestellt.

 

 

23. März 1907 

Das Wassergesetz für das Königreich Bayern wird verkündet und tritt am 1. Januar 1908 in Kraft.

 

 

15. August 1908  

Das Fischereigesetz für das Königreich Bayern wird verkündet und tritt am 1. April 1909 in Kraft.

 

 

1920 

Umwandlung des "Fischereivereins Passau" in den "Bezirksfischereiverein Passau".

 

 

1923 

Mit dem Bau des Kraftwerks Kachlet wird begonnen.  

 

 

 

1926 

3. Niederbayerische Kreisfischerei-Ausstellung in Passau. U.a. mit 116 Aquarien: Eintritt für Erwachsene 20 Pfg., Schüler mit Führung 5 Pfg.; nach zeitgenössischen Angaben einer der umfangreichsten Ausstellungen in Bayern seit 30 Jahren; über 8000 Besucher.

 

 

1928  

Das Donaukraftwerk Kachlet wird fertiggestellt.

 

 

1. Juni 1928  

Gründung eines 2. Vereins in Passau: "Anglerverein Passau und Umgebung" unter Vorsitz von Studienrat Georg Pöppl. Gründungsmitglieder: Hanns Hartl, Justizrat Hans Fischer, Alois Schmidl, Josef Lang, Dr. Kufner, Peter Neuhofer + Hauptmann Maier.  

 

 

 

1. Oktober 1928  

Pachtung des Kachletstausees.

 

 

1930  

Zusammenlegung der beiden Passauer Vereine unter Beibehaltung des Namens "Bezirks-Fischereiverein".

 

 

1931 

Gautag Bayern des Deutschen Anglerbundes in Passau und 2. Fischerei-Ausstellung.

 

 

1937  

Übernahme der Vorstandschaft durch Peter Neuhofer.

 

 

1938 

Übernahme der Vorstandschaft durch Hanns Har

 

 

12. November 1947  

Wiedergründungsversammlung im Gasthaus "Zur Hundsreibe" (heute Wienerwald) in Passau. Anton Gröninger und Heinrich Dorner übernehmen die Vorstandschaft.

   

 

1950  

Hanns Hartl übernimmt wieder die Vorstandschaft. Der Inn wird Vereinswasser.

 

 

1951  

Die Ilzstrecke wird gepachtet.

 

 

1952 

Gründung einer Jugendgruppe durch Hans Ponkratz.

   

 

 

1953  

Feier des 25-jährigen Bestehens des "Anglervereins Passau".

 

 

November 1953  

Auffindung alter Urkunden beim Bezirks-Fischereiverein Vilshofen über die Gründung des Fischzuchtvereins Passau im Jahre 1859. (Diese Unterlagen sind derzeit nicht auffindbar.)

 

 

1954/56  

Katastrophenhochwasser und Eisstoß wirken sich verheerend auf den Fischbestand aus. Aufwändige Besatzmaßnahmen wurden notwendig


 

 

1958  

3. Fischereiausstellung in Passau.

 

 

1959 

100-jähriges Jubiläum des Bezirksfischereivereins Passau und Umgebung e.V.

 

 

6. Januar 1960

Hans Ponkratz wird zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Hanns Hartl wird Ehrenvorsitzender.

 

 

1961 

Umfangreiche Satzungsänderung

 

   

1962  

Mit dem Bau des Kraftwerks Ingling wird begonnen

 

 

 

1964 

Niederbayerisches Königsfischen in Passau mit 438 Teilnehmern aus 21 Vereinen. Ndb. Fischerkönig wurde Alois Zettelmeier vom Anglerclub Vilshofen mit einem Hecht von 2,980 kg. Das Gesamtfangergebnis belief sich auf 160 kg. Unser Verein stellt stärkste Jugendgruppe in Bayern mit 85 Jungfischern.

 

 

1965 

Julius Fromkorth wird 1. Vorsitzender. Beginn des Einstaues in Ingling

 

 

1970  

1. Vorbereitungslehrgang für die Staatl. Fischerprüfung

 

 

1. Januar 1971

Die Staatl. Fischerprüfung wird gesetzlich vorgeschrieben

 

 

1. Dezember 1971  

1. Vorsitzender Julius Fromkorth tritt zurück. Otto Friedl übernimmt kommissarisch die Vereinsführung.

 

 

18. März 1972  

Kurt Schneider wird zum 1. Vorsitzenden gewählt. Neuerstellung der Vereinssatzung.

 

   

1973 

6. Niederbayerischer Fischereitag und Königsfischen in Passau.

 

 

1974

Hochseeangelfahrt nach Laboe/Ostsee.

 

 

1975

Mitwirkung des Vereins im neugebildeten Naturschutzbeirat der Stadt Passau und beim Landratsamt Passau. Dr. Köppl übernimmt Vorsitz des "Vereins-Schiedsgerichts".

 

 

1976 

Fischerfest mit Tombola und Fischverkauf zugunsten der "Aktion Sorgenkind". Eine Spende von DM 5.000 konnte überreicht werden.

 

 

1978  

Ostseefahrt nach Strande.

 

 

1979 

Bayerischer Landesfischereitag und Königsfischen in Passau. Auf der Pfaffinger-Insel unterhalb der Passauer Ortspitze werden der erste Biber sowie die ersten Kormorane gesichtet.

 

 

1980 

Der Wehrhauser Baggersee wird gekauft.

 

 

1982  

Der Vereinsvorsitzende Kurt Schneider wird in den Ausschuß für Fischerei und Gewässerschutz des LFV Bayern e.V. berufen.

 

   

1984 

125-jähriges Vereinsjubiläum des Bezirksfischereivereins Passau u. Umgebung e.V.17. Niederbayerischer Fischereitag und Königsfischen der 3 Bezirksverbände.Proklamierung der Zusammenführung der Bezirksverbände zu einem Fischereiverband in Niederbayern.
Vorbereitungslehrgang für die Staatl. Sportfischerprüfung (in der Zeit von 1970 bis 1984 wurden ca. 2000 Interessenten zur Ablegung der Staatl. Sportfischerprüfung vorbereitet).

 

   

1986 

Martin Schlögl wird 1. Vorsitzender.

 

 

1991

Der Verein kauft das Fischwasser an der Pram (Österreich).

 

 

Frühjahr 1999  

Die erste Ausgabe des Mitteilungsblattes "s’Passauer Fischerblatt’l" erscheint.

 

 

21. April 2001  

Richard Justinger jun. übernimmt von Martin Schlögl das Amt des 1. Vorsitzenden. Im Rahmen der Weihnachtsfeier am 8. Dezember 2001 wird Martin Schlögl zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

 

 

21. September 2001  

Richtfest für unser Vereinsheim.

 

 

16. Februar 2002  

Unsere Jugendabteilung feiert ihr 50-jähriges Bestehen.

 

 

2002 

Katastrophenhochwasser in Passau. Die Donau erreichte einen Rekordstand von 1081cm. Der erreichte einen Pegel von 972cm. Dies war das schlimmste Hochwasser seit 1954.

 

 

 

20. September 2003  

Unser Vereinsheim wird eingeweiht.

 

 

2. April 2005  

1. Vorstand Richard Justinger jun. gibt sein Amt aus gesundheitlichen Gründen ab. Ehrenvorstand Martin Schlögl fungiert wieder als 1. Vorsitzender. Nach langer Zeit wieder einmal ein Vereinsausflug. Ziel war der Bodensee mit der Insel Mainau. Die Räucherstation hinter dem Vereinsheim geht in Betrieb.

 

 

21. Oktober 2006  

Niederbayerisches Jugendkönigsfischen im Kachletstau.
Außerordentliche Mitgliederversammlung wg. Satzungsänderungen.

 

 

2007

Der hintere Teil des Passauer Winterhafens wird mit dem Erdaushub der zu errichtenden "Stadtgalerie" verfüllt. Die letzten Laichgründe im Passauer Donaugebiet werden hiermit unwiederbringlich zerstört! Mit dem Ausbau des Hafens in Schalding r.d.D. wird begonnen.

 

 

2008

Ein kleines Stück Gaissa (im Müdungsbereich zur Donau) wurde gepachtet 

 

 

2009 

150-jähriges Jubiläum des Bezirksfischereivereins Passau und Umgebung e.V.

 

 

2011

Ralf Eibl wird 1. Vorsitzender

 

 

2013 

Der Verein kauft ein Teilstück der Pram / Abtsmühle (Österreich). 

 

 

April 2013

Plädoyer für  heimischen Fisch.  Präsentation von "Fisch und Bier" in der staatlichen Berufsschule - Ausgefallene Schmankerl beeindruckten die Ehrengäste.

 

 

Juni 2013

Passau wurde vom schlimmsten Hochwasser seit 500 Jahren verwüstet

 

Vor dem alles entscheidenden Wochenende Anfang Juni hatte niemand daran geglaubt, das sich daraus tatsächlich ein Jahrtausend Hochwasser entwickeln würde. Das die Passauer Innenstadt überflutete, stellte sich erst nach und nach heraus. Die Pegelstands Anzeige an der Fritz-Schäffer-Promenade gab ihren Geist auf, die Donau überholte den Krisenplan der Stadt Passau der von maximal 10 Metern ausging. Ihr Pegel kletterte in der Nacht von Montag auf Dienstag den 04.06.13 auf 12,89 Meter und der Inn erreichte einen Höchststand von 10,20 Meter. Teilweise brachen die Stromversorgung und die Telekommunikation zusammen und die Stadtwerke musste dann auch noch die Trinkwasserversorgung einstellen. Die Naturzeigte sich von Ihrer grausamsten Seite und das ganze Ausmaß dieser Katastrophe kam erst zum Vorschein, als die Wassermassen wieder in Ihr ursprüngliches Terrain zurück flossen. Ja wir Passauer sind Hochwassererprobt, aber diese Verwüstung überstieg alles bisher da gewesene. Viele verloren Ihr gesamtes Hab und Gut, ganze Existenzen, die mühsam aufgebaut wurden verschwanden binnen kürzester Zeit von der Bildfläche. Mehrere Hundert Millionen Euro Schaden, über 5000 Geschädigte, tonnenweise Schlamm und Sperrmüll. Doch nach der Katastrophe rückte Passau so eng zusammen wie schon lange nicht mehr. Studenten und über 3000 Helfer von überall her unterstützen die Bewohner der Dreiflüssestadt tatkräftig und gaben der Hoffnung wieder ein Gesicht. Inzwischen ist wieder „Normalität“ eingekehrt, doch die Narben bleiben …… (Quelle: AS)

  

 

 

2013  

An der Ilz im Bereich des ehe. Bschüttgeländes erfolgten umfangreiche Umbaumaßnahmen

 

 

 

 

2014  

Der Verein kauft ein Teilstück der Gaißa (Grubmühle / Tiefenbach). 

 

 

22. März 2014 

Ralf Eibl bleibt Vorsitzender des Bezirksfischereivereins Passau.
Bei der Jahreshauptversammlung wurde der Vorsitzende mit einem einstimmigen Ergebnis im Amt bestätigt.

 

 

November 2015   

Pachtung der Donau Vilshofen (Wagner Wasser)